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Die Hauptstation für Erdbebenforschung zu Hamburg
Tief im Wald versteckt
liegen einige Munitionsbunker aus den 1930er Jahren. Hierhin wurde 1942
die Hamburger Erdbebenwarte ausgelagert, nachdem die Bombenangriffe auf die
Stadt immer heftiger wurden. Der erfolgreiche Hamburger Kaufmann Dr. Friedrich
Schütt hatte die Warte 1898 zu seinem Privatvergnügen in seinem Haus in der Papenhuderstraße betrieben; wenig später stiftete er die Station mit allen
Geräten der Stadt Hamburg und wurde dafür mit einer Pro fessur
belohnt. Die Station wurde noch vor dem Ersten Weltkrieg in die Jungiusstraße
verlagert, wo der Betrieb bis 1942 weiterging. Seitdem befindet sie sich in
einem alten Munitionsbunker. Mit den alten aus der Zeit vor
dem Ersten Weltkrieg stammenden Geräten wurde bis 1975 gemessen. Die Warte
besteht aus mehreren Räumen und vermittelt den authentischen Eindruck eines
Laboratoriums der Gründerzeit. Die Apparaturen haben zum Teil gewaltige Ausmaße.
Alles wurde mechanisch betrieben. Gegenüber modernen Instrumenten besitzen diese
Geräte
den Vorteil, dass sich ihre Funktionsweise anschaulich nachvollziehen lässt.
Messdaten - sogenannte Seismogramme, die auf berußtem Papier aufgezeichnet
wurden - lagern hier und geben Aufschluss über 100 Jahre Erdbeben - und
Klimageschichte. Hinzu kommt eine vollständig erhaltene Fachbibliothek von
antiquarischen Büchern - zum Teil aus dem 18. Jahrhundert. Nichts ist hier
verändert worden.
Die Besichtigung der Warte kann individuell vereinbart werden und wird durch
einen sachverständigen Fachmann durchgeführt. Rund um die Besichtigung
organisieren wir gern ein ergänzendes Rahmenprogramm und erstellen für Ihre
Gäste eine interessante Dokumentation. Die Veranstaltung ist für Gruppen bis zu
zehn Personen geeignet. Hier erfahren Sie mehr:
info@zeitspuren.com
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